Über die Murgleiter in den Schwarzwald

Gemütlich einkehren können Wanderer zum Beispiel in der Wanderhütte Sattelei in Baiersbronn-Mitteltal. (Foto: djd)
Gemütlich einkehren können Wanderer auf der Murgleiter zum Beispiel in der Wanderhütte Sattelei in Baiersbronn-Mitteltal. (Foto: djd)

Seit dem Jahr 2008 zählt die Murgleiter zur Spitzenklasse deutscher Wanderwege und trägt stolz das Prädikat „Premiumwanderweg“. Im August 2015 wurde der 111 Kilometer lange Weitwanderweg im Nordschwarzwald vom Deutschen Wanderinstitut neu zertifiziert und erreichte dabei 59 Erlebnispunkte. Auf Aktivurlauber warten auf der Murgleiter besondere Wandererlebnisse: Spektakuläre Aussichten in die Täler und den Schwarzwald oder beeindruckende Naturschönheiten wie die bizarren Felsen im Rockertswald gehören ebenso dazu wie idyllische Rastplätze und gemütliche Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten.

Die Murgleiter ist sehr gut ausgeschildert und an die S-Bahnstrecke angebunden. (Foto: djd)
Die Murgleiter ist sehr gut ausgeschildert und an die S-Bahnstrecke angebunden. (Foto: djd)

Von Gaggenau über Gernsbach, Forbach, Schönzmünzach und Baiersbronn folgt der Premiumweg dem Murgtal bis zum 1.055 Meter hohen Schliffkopf – für die Neuzertifizierung wurden einige Streckenabschnitte verbessert. Charakteristisch sind die enormen Höhenunterschiede, die im Wegverlauf zu bewältigen sind – etwas Kondition sollten Urlauber also mitbringen.

Da die Strecke jedoch gut an die Murgtal-S-Bahnstrecke angebunden ist, können die einzelnen Etappen individuell gewählt und abgekürzt werden. Die beiden letzten Abschnitte führen die Wanderer dann direkt durch den 2014 gegründeten Nationalpark Schwarzwald.

Zu den landschaftlichen Höhepunkten des Nationalparks zählt etwa der eiszeitliche Huzenbacher See, der mit einer gelben Teichrosenblüte im Sommer begeistert. Wer auf der vierten Etappe über den Roten Rain nach Schwarzenberg gelangt, sollte dort einen kurzer Umweg zum Weinbrunnen einplanen.

Belohnt wird man mit einer schönen Aussicht über das beschauliche Dorf und mit kühlen Tropfen aus der Winzerei Oberkirch. Auch den herrlichen Ausblick über Baiersbronn vom Rinkenturm aus, der etwa einen Kilometer entfernt von der Wanderhütte Sattelei liegt, sollten sich Wanderer nicht entgehen lassen.

Mystischer See im Nationalpark Schwarzwald: der Huzenbacher See. (Foto: djd)
Mystischer See im Nationalpark Schwarzwald: der Huzenbacher See. (Foto: djd)

Sehenswürdigkeiten an der Murgleiter

Die Murgleiter führt die Wanderer Sprosse für Sprosse hinein in den Schwarzwald zu vielen Sehenswürdigkeiten – etwa kleinen Heuhütten, die von Tiroler Einwanderern zeugen, der größten freitragenden überdachten Holzbrücke Europas in Forbach oder der Schwarzenbach-Talsperre.

Schmucke Fachwerkstädte wie Gernsbach laden während der Wandertour ebenso zu einem Zwischenstopp ein wie das Unimog-Museum in Gaggenau oder das Waldmuseum in Reichental. Gemütlich einkehren kann man etwa im Fischerstübchen Sigwart oder im Löwen´s Panoramastüble bei Baiersbronn. 

Alle Informationen sowie Etappenkarten und GPS-Daten zum Herunterladen gibt es unter www.murgleiter.de. (djd).