Neuseeland vom Wasser aus erleben

Neuseeland
Neuseeland – so wie hier auf Poor Knights Island – lädt zu Abenteuern im und auf dem Wasser. – Foto: Tourism NZ Visual Library

Umgeben von den Ozeanen und geprägt von Seen und Flüssen ist Neuseeland wie geschaffen für Entdeckungen auf dem Wasser. Ob rasant oder entspannt – jede Erfahrung bringt einem die beeindruckenden Naturkulissen ein Stück näher.

Einige der spektakulärsten Strände von Neuseeland sind nicht über Straßen erreichbar, sondern nur vom Wasser aus. Im Norden der Südinsel liegt der Abel-Tasman-Nationalpark, bekannt für türkisfarbenes Wasser, goldene Sandstrände und zerklüftete Küstenlandschaften.

Geführte Kajaktouren entlang der geschützten Küste führen in abgelegene Buchten wie Anchorage Bay, Torrent Bay oder Stilwell Bay, die größtenteils nur per Kajak oder Boot erreichbar sind. Die Routen verlaufen vorbei an felsigen Landzungen, Seehundkolonien und glasklaren Buchten. Regelmäßige Stopps ermöglichen es, an ruhigen Stränden anzulegen, direkt vom Kajak aus zu schwimmen oder die Tour mit kurzen Wanderetappen auf dem Abel Tasman Coast Track zu kombinieren. Abenteuer entfaltet sich hier unmittelbar auf dem Wasser – flexibel, aktiv und naturnah.

Surfkultur und kraftvolle Wellen

Surfer am Ngarunui Beach in Raglan. – Foto: Tourism NZ Visual Library

An der wilden Westküste der Nordinsel liegt Raglan – einer der bekanntesten Surfspots des Landes. International berühmt ist der Ort für seine langen, gleichmäßigen Linkswellen, die zu den längsten der Welt zählen und seit Jahrzehnten Surf-Fans aus aller Welt anziehen.

Manu Bay, der berühmteste Break der Region, liefert lange, sauber brechende Wellen, die Raglans Ruf seit den 1960er-Jahren geprägt haben. Whale Bay bietet eine privatere Atmosphäre bei ebenso kraftvollen Bedingungen, während Ngarunui Beach mit seinem breiten Sandstrand und sanfteren Wellen ideal für Surf-Neulinge ist.

Lokale Surfschulen bieten ganzjährig Kurse und Boardverleih für alle Erfahrungsstufen an. Fortgeschrittene richten ihre Sessions nach den Gezeiten aus, um die legendären Wellen des Tasmanischen Meeres optimal zu nutzen. Wer nicht selbst aufs Board möchte, erlebt die rohe Energie der Küste von den eindrucksvollen Klippen oberhalb der Manu Bay. Alternativ sorgt auch eine Raglan Lunchtime Cruise für die gewünschte Perspektive vom Wasser aufs Land.

Seen, Action und Vielfalt

Herrlich entspannend: Stad-up-Paddling am Lake Rotoiti. – Foto: Tourism NZ Visual Library

Rotorua ergänzt das Wassererlebnis um eine dynamische Komponente. Umgeben von Seen und einheimischen Wäldern bietet die Region eine vielseitige Mischung aus Wassersport und unvergesslichen Outdoor-Aktivitäten.

Kajakfahren oder Stand-up-Paddling auf dem Lake Rotoiti oder Lake Okareka ermöglichen entspannte Stunden auf ruhigen Binnengewässern, während Jetboot-Touren Tempo und Adrenalin auf den See bringen. Unweit der Stadt wartet auf dem Kaituna River eines der bekanntesten Wildwasser-Rafting-Erlebnisse Neuseelands – inklusive der sieben Meter hohen Tutea Falls, dem höchsten kommerziell befahrenen Wasserfall der Welt.

Die Seen sind zudem eng mit der traditionellen Waka-Ama-Kultur (Auslegerkanu) verbunden und Schauplatz zahlreicher Ausdauer- und Wassersportveranstaltungen. In Kombination mit Uferwegen wie im Waimangu Volcanic Valley oder Waldpfaden entsteht ein vielseitiger Naturspielplatz, in dem Wasser- und Landaktivitäten nahtlos ineinandergreifen.

Abtauchen in Neuseelands Unterwasserwelt

Poor Knights Island gilt als exzellentes Tauchrevier. – Foto: Tourism NZ Visual Library

Unter der Wasseroberfläche offenbart Neuseeland eine weitere faszinierende Dimension. Die Bay of Islands im Norden des Landes ist bekannt für klares Wasser, günstige Bedingungen und artenreiche Meeresfauna – ideale Voraussetzungen für Besuchende, die Neuseelands Unterwasserwelt mit dem Schnorchel entdecken möchten.

Unweit davon liegt das Meeresschutzgebiet der Poor Knights Islands, das zu den besten Tauchrevieren der Welt zählt. Vulkangestein, Unterwasserbögen und Höhlen schaffen eine dramatische Szenerie, während subtropische Strömungen Schwärme von Fischen, Rochen und farbenfrohe Meeresarten anziehen. Geführte Tauchgänge oder Angebote wie die Perfect Day Ocean Cruise richten sich sowohl an zertifizierte Taucher als auch an Einsteiger.

Wer ein besonders mystisches Erlebnis sucht, kann die Poor Knights Islands bei Nacht erkunden: Wenn sich die tagaktiven Fische zurückziehen, übernehmen Aale, Krebse und biolumineszentes Plankton die Bühne – ein vollkommen neues Schauspiel unter Wasser.

Küstenenergie und Flussabenteuer

Rafting auf dem Kaituna River ist überaus populär. – Foto: Tourism NZ Visual Library

In der Bay of Plenty bieten warme Temperaturen und verlässliche Bedingungen ideale Voraussetzungen für aktive Outdoor-Erlebnisse am und im Wasser. Die Region verbindet geführte Abenteuer mit sanften Naturerlebnissen. Auf dem Wairoa River locken Rafting-Touren mit actionreichen Stromschnellen, Riverbug-Erlebnisse hingegen zeigen die Strömung auf eine spielerische und unmittelbare Art. Am Abend verwandeln Glowworm-Kajaktouren bei Waimarino die Landschaft in eine fast magische Kulisse. In der Dämmerung lässt es sich lautlos durch ruhiges Wasser gleiten, während Tausende Glühwürmchen die Felswände erleuchten.

Von energiegeladenen Flussabenteuern bis zu ruhigen Paddeltouren in der Abendstimmung – die Bay of Plenty folgt einem natürlichen Rhythmus aus Wasser, Wärme und Weite. Wer in Aotearoa Neuseeland dem Wasser folgt, folgt unweigerlich dem Abenteuer – sponsored by nature. Weitere Informationen unter www.newzealand.com.

An- und aussichtsreich gibt sich das Waimangu Volcano Valley. – Foto: Tourism NZ Visual Library

Mortimer

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