
Das Tal von Akchour im Rif-Gebirge ist ein Naturjuwel im Norden Marokkos. Zwischen türkisfarbenem Fluss, üppiger Vegetation und den berühmten Cascades d’Akchour wartet eine Mischung aus Abenteuer, Ruhe und traditioneller marokkanischer Gastfreundschaft.

Versteckt in den zerklüfteten Ausläufern des Rif-Gebirges, fernab der städtischen Hektik, liegt das Tal von Akchour. Diese Region, die sich durch eine überraschende Üppigkeit auszeichnet, gilt als eine der schönsten Naturlandschaften im Norden von Marokko. Zentrale Lebensader ist der Oued Farda, ein Fluss, dessen Wasser in einer einzigartigen, klaren Türkis-Smaragd-Tönung durch das Tal fließt. Entlang seiner Ufer winden sich gut markierte, wenn auch bisweilen anspruchsvolle Wanderpfade, die tiefer in das Herz der Bergwelt führen.
Besonderes Mikroklima
Die klimatischen Bedingungen des Rif-Gebirges, insbesondere der für Marokko durchaus üppige Niederschlag, sorgen für eine besonderes Mikroklima und ermöglichen eine dichte wie vielfältige Vegetation. Duftende Zedern, Oleanderbüsche, Oliven- und Feigenbäume, aber auch wilde Minze und aromatische Kräuter gedeihen hier prächtig. Libellen tanzen über dem Wasser, während Affen lässig in den Bäumen und an den Hängen klettern und umherhüpfen.

Die hoch aufragenden Felsen leuchten je nach Tageszeit in warmen Rot- und Ockertönen, während das Wasser türkis glitzert. Entlang des Oued Farda ducken sich im Uferbereich viele kleine, einfache, oft aus Bambus errichtete Restaurants und Cafés. Die Tische und Sitzgelegenheiten sind häufig auf erhöhten Plattformen oder sogar direkt im seichten Wasser positioniert, was eine sofortige Erfrischung der Füße ermöglicht.
Naturphänomene am Fluss

Serviert wird traditionelle, schlichte marokkanische Küche. Herzhafte Tajines mit Gemüse oder Geflügel und frischer, heißer Minztee sind die Grundpfeiler des Angebots. Besonders an heißen Tagen wandelt sich das Ufer des Oued Farda zur Picknickzone für Schattensucher und Familien.

Besondere Höhepunkt für Wanderer und Naturliebhaber sind die Cascades d’Akchour, die sich in mehreren Kaskaden in das Tal ergießen und die „Pont de Dieu“, die Gottesbrücke, ein natürlicher Felsbogen, der sich in über den Fluss spannt und sinnbildlich für die die gewaltige Formkraft der Erosion im Laufe von Jahrhunderten steht.

Wer Akchour besucht, erlebt nicht nur eine Landschaft von seltener Schönheit, sondern auch eine Oase der Ruhe und Ursprünglichkeit. Das Tal ist ein Paradies für Wanderer, Fotografen und all jene, die die unberührte Natur Marokkos entdecken möchten. Besonders eindrucksvoll ist die Kombination aus türkisfarbenem Wasser, üppiger Vegetation und den spektakulären Felsformationen, die das Tal wie eine natürliche Kathedrale umrahmen.

Informationen: www.visitmorocco.com/de

Die Recherche fand – ohne Einfluss auf die journalistische Ausarbeitung – auf Einladung / mit Unterstützung des Staatlichen Marokkanischen Fremdenverkehrsamts in Zusammenarbeit mit BPRC Scott Crouch Public Relations statt.
Karsten-Thilo Raab
berichtet seit mehr als drei Jahrzehnten für eine Vielzahl von Zeitungen und Magazinen über Reiseziele weltweit. Zudem hat er sich einen Namen als Autor von mehr als 120 Reise-, Wander- und Radführern sowie Bildbänden gemacht.