La Graciosa – Lanzarotes wilde Schwester

Wandern auf La Graciosa – der Krater von Las Agujas Grandes bildet mit 266 Metern die höchste Erhebung der Insel. (Foto: Turismo Lanzarote)
Wandern auf La Graciosa – der Krater von Las Agujas Grandes bildet mit 266 Metern die höchste Erhebung der Insel. (Foto: Turismo Lanzarote)

Schneeweiße Strände, türkisblaues Meer und weder Hotels noch Asphaltstraßen: Lanzarotes Nachbarinsel La Graciosa bietet viel Ruhe inmitten ursprünglicher Natur. Wer mag, erkundet das 27 Quadratkilometer große Eiland per Rad oder bei Wanderungen entlang der Küste. Wassersportler freuen sich zudem über ideale Bedingungen an verschiedenen Spots im Inselwesten, -norden und -süden.

Nur 25 Schiffsminuten dauert die Überfahrt von Órzola auf Lanzarote nach La Graciosa. Mit ihren gerade einmal 600 Einwohnern lockt die kleinste bewohnte Insel der Kanaren vor allem Individualisten an: Im Hafen- und Hauptort Caleta del Sebo verlaufen sandige Straßen zwischen weiß getünchten Häusern, anstatt großer Hotels finden sich zwei Pensionen und einige Apartments. Insel-Erkundungstouren unternehmen Urlauber zu Fuß oder per Rad – rund 30 Kilometer markierte, unbefestigte Wege führen durch versteppte Sandgebiete und vorbei an karibisch anmutenden Buchten in alle Himmelsrichtungen. Besonders lohnenswert ist ein Besuch der Playa de las Conchas im Nordwesten. Fernab der Zivilisation erstreckt sich der 600 Meter lange weiße Strand am Fuß des Vulkanbergs Bermejo.

Karibik-Feeling im Atlantik – die Playa de La Francesa ist einer der sechs Strände auf La Graciosa.  (Foto: Turismo Lanzarote)
Karibik-Feeling im Atlantik – die Playa de La Francesa ist einer der sechs Strände auf La Graciosa.  (Foto: Turismo Lanzarote)

Einige der teils menschenleeren Küstenabschnitte zählen unter Könnern zu den besten Wassersport-Locations der Kanaren: So ist die Playa del Corral im Inselwesten vor allem bei Wellenreitern beliebt, Wind- und Kitesurfer gleiten an der Playa de La Lambra im Norden übers Wasser. Rund um La Graciosa liegen zudem mehrere Tauchplätze, etwa „Punta de la Cocina“ im Südwesten. Zwischen bizarren Felsformationen, Bögen und in Höhlen begegnen Taucher in bis zu 20 Metern Tiefe Gabeldorschen, Roten Schweinslippfischen oder Adlerrochen.

Wissenswertes zu La Graciosa

La Graciosa bildet zusammen mit den unbewohnten Inselchen Montaña Clara, Alegranza, Roque del Este sowie Roque del Oeste den Chinijo-Archipel und steht seit 1986 unter Naturschutz. Von Lanzarote aus verkehrt mehrmals täglich eine Fähre dorthin. Räder können fvor Ort ausgeliehen werden. Übernachtungsgäste sollten insbesondere für die Herbstmonate ihre Unterkunft vorab buchen. Weitereb Informationen unter www.lagraciosa.de und unter www.turismolanzarote.com.