Von 23. April 2014 Mehr →

Gödseltorp, das schwedische Drecksnest

Elchsch.Elch-Kot sieht eigentlich überraschend ansehnlich aus: Kleine braune Kügelchen. So manch ein Schwedenreisender hat diese Elchknödel angeblich auch schon als Souvenir geruchssicher in ein leeres Marmeladenglas verpackt und zu Hause im Regal stehen. Deshalb scheint das Wort „Elchscheisse“ gar ein wenig grob. Aber grob geht es wohl auch manchmal zu im schwedischen Dorf Gödseltorp, in dem der Bauernhof steht, den Torsten Brettschneider, Hauptperson im jüngst erschienenen Buch „Elchscheiße„, von seiner Tante Lillemor geerbt hat.

Torsten kündigt kurzerhand seinen Job in Deutschland, hört auf seinen Therapeuten, der ihm dazu rät, wieder mehr Ur-Mann zu sein und macht sich samt seines gebrauchten VW-Busses auf nach Schweden. Dort erwartet ihn allerdings alles andere als eine Postkartenidylle. Sollten sich die warnenden Worte von Torstens Vater bewahrheiten, der ihn vor der Abreise gewarnt hatte: „Leben? In Gödseltorp, diesem Drecksnest? Da willst du nicht tot überm Zaun hängen!“?

Autor Lars Simon hat sicher so manch eigene Erfahrung in diesem Roman verarbeitet – lebte er doch als „Touristen-Holzhaus-Handwerker“ für mehr als sechs Jahre mit seiner Familie in Schweden, bevor er wieder zurück nach Deutschland zog.

Erhältlich ist „Elchscheiße “ (ISBN 978-3423215084) von Lars Simon für 9,95 Euro im Buchhandel oder direkt beim dtv Verlag.

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