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Von Meeresgold und Götterstatuen – Römer-Schatz in Israel entdeckt

Eine jahrhundertealte bronzene Lampe entdeckten Taucher vor der Küste von Israel. (Foto Ran feinstein)

Eine jahrhundertealte bronzene Lampe entdeckten Taucher vor der Küste von Israel. (Foto Ran feinstein)

Eine Bronze-Lampe in Gestalt des Sonnengottes Sol, eine Statuette der Mondgöttin Luna, Fragmente von lebensgroßen Figuren und vieles mehr: Im April 2016 fanden Taucher im Hafen von Caesarea an der israelischen Mittelmeerküste ein Schiffswrack mit einzigartigen Relikten aus dem 4. Jahrhundert nach Christus. Der „Römer-Schatz“ macht aktuell international Schlagzeilen und gilt unter Experten in Form, Umfang und Zustand als spektakulär.

In finden sich Spuren römischer Geschichte auf Schritt und Tritt. (Foto Israelisches Tourismusministerium)

In Caesrea finden sich Spuren römischer Geschichte auf Schritt und Tritt. (Foto Israelisches Tourismusministerium)

Während die aktuellen Funde noch untersucht und konserviert werden, wurde eine andere Entdeckung aus dem Hafen von Caesarea bereits für die Öffentlichkeit aufbereitet: Der Fund von 2.580 Goldmünzen aus purem, 24-karätigem Gold im Februar 2015 wird in einer virtuellen Präsentation dokumentiert.

Auch eine Statue der Göttin Lunas wurde aus dem Maar gefisccht. (Foto Ran Feinstein)

Auch eine Statue der Göttin Lunas wurde aus dem Meer gefischt. (Foto Ran Feinstein)

Alles über die Goldmünzen erfahren Israel-Besucher vor Ort in der „The Caesarea Experience“ in einem spannenden Filmprojekt. In der interaktiven Ausstellung „Caesarea Stars“ treffen sie außerdem auf Schlüsselfiguren der Geschichte des Heilligen Landes.

Seltene brozene Fundstücke aus Caesara. (Foto Israel Antiquities Authority)

Seltene brozene Fundstücke aus Caesarea. (Foto Israel Antiquities Authority)

Neben Caesarea präsentieren weitere Ausgrabungsstätten und Museen wertvolle Relikte aus der israelischen (Unterwasser-)Archäologie. Israel-Besucher können so in die 5.000 Jahre alte Geschichte der Region eintauchen.

Das römische Amphitheater von Caesara wird heute noch für Kulturveranstaltungen genutzt. (Foto Israelisches Tourismusministerium)

Das römische Amphitheater von Caesarea wird heute noch für Kulturveranstaltungen genutzt. (Foto Israelisches Tourismusministerium)

Die Dauerausstellungen „Shipwrecked Cargoes“ und „The Athlit Ram“ im National Maritime Museum in der Küstenstadt Haifa vermitteln einen Eindruck von der 5.000-jährigen Seefahrtsgeschichte rund um das Mittelmeer. Die in der Bucht von Athlit geborgene Ramme stellt einen der wichtigsten Funde der israelischen Unterwasserausgrabungen dar.

Komplette Klumpen aus antiken Münzen gehören zu den Fundstücken. (Foto Israel Antiquities Authority)

Komplette Klumpen aus antiken Münzen gehören zu den Fundstücken. (Foto Israel Antiquities Authority)

Das kleine Museum Ha‘ Mizgaga im Kibbutz Nahsholim nahe der Land- und Unterwasser-Ausgrabungsstätte Tel Dor zeigt archäologische Funde der Region. In Tel Dor können geübte Taucher sogar selbst an Unterwasserausgrabungen teilnehmen. Weitere Information dazu unter http://dorproj.wix.com/dorproj oder http://dor.huji.ac.il/.

Ein Teil eines Kopfes eines lebensgroßen römischen Statue. (Foto Israel Antiquities Authority)

Ein Teil eines Kopfes eines lebensgroßen römischen Statue. (Foto Israel Antiquities Authority)

Verschiedene Dauerausstellungen widmen sich im Israel Museum in Jerusalem der Archäologie: „Chronicles of the Land“ gibt einen umfassenden Überblick über die Antike. Die Ausstellung „Coins in Context“ schlägt darüber hinaus den Bogen zum modernen Münzgeld. Sonderausstellungen rücken einzelne Themen in den Fokus, aktuell beispielsweise den römischen Kaiser Hadrian. Weitere Informationen unter www.goisrael.de.


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