Verrückt und gesund: In Nordschweden werden Kurse im Winterbaden angeboten

Eine ganz besondere Erfahrung: Das Winterbaden im schwedischen Skellefteå. (Foto Olaf Schneider)
Eine ganz besondere Erfahrung: Das Winterbaden im schwedischen Skellefteå. (Foto Olaf Schneider)

Minus 20 Grad Außentemperatur sind für die meisten Menschen schon kalt genug. Wer würde also auf die Idee kommen, bei diesen Temperaturen in einem zugefrorenen See baden zu wollen? Die Nordschweden natürlich. Und um ihre Begeisterung für diese winterliche Aktivität mit noch mehr Menschen zu teilen, bietet das Unternehmen Dark & Cold in der Nähe der Stadt Skellefteå in der Provinz Västerbotten nun von Januar bis April Kurse im Winterbaden an. Denn auch der Aufenthalt in eiskaltem Wasser, dessen Temperatur nur knapp über dem Gefrierpunkt liegt, will gelernt sein.

Nur die Harten kommen  in den Garten. Die ganz Harten hüpfen dagegen in beim Winterbaden in Skellefteå ins Wasser (Foto Olaf Schneider)
Nur die Harten kommen in den Garten. Die ganz Harten hüpfen dagegen in beim Winterbaden in Skellefteå ins Wasser (Foto Olaf Schneider)

Vor allem geht es darum, ruhig zu atmen und sich zu entspannen, was leichter gesagt als getan ist. Schließlich reagiert der Körper naturgemäß zunächst mit panikartigem Verhalten und unkontrollierter Atmung, sobald man sich nur mit Badeanzug oder Badehose bekleidet in ein Eisloch begibt.

Nur die wenigsten vermögen das Winterbaden so wie dieser Schwimmer in vollen Zügen zu genießen. (Foto: Olaf Schneider)
Nur die wenigsten vermögen das Winterbaden so wie dieser Schwimmer in vollen Zügen zu genießen. (Foto: Olaf Schneider)

Dennoch gibt es viele Stimmen, die das Winterbaden für sehr gesund halten – vorausgesetzt, man macht es richtig. Helfen soll es gegen Verspannungen, Müdigkeit und sogar ein schlechtes Gedächtnis und auch bei Rheuma, Fribromyalgie oder Asthma soll das Winterbaden schmerzlindernd wirken. Etwa zwei Stunden dauert der Kurs im Winterbaden, der sowohl einen theoretischen als auch einen praktischen Teil umfasst. Mitzubringen sind lediglich die Badekleidung – und vielleicht eine kleine bis große Portion Mut und Überwindung.

Ein wenig wirkt es so, als müssten die Wagemutigen nach dem Winterbaden einmal so richtig Dampf ablassen. (Foto: Olaf Schneider)
Ein wenig wirkt es so, als müssten die Wagemutigen nach dem Winterbaden einmal so richtig Dampf ablassen. (Foto: Olaf Schneider)

Weitere Infos zu dem kalten Vergnügen gibt es unter www.darkandcold.com. Informationen zur Region Västerbotten sind unter www.visitvasterbotten.se/de zu finden.