Von 11. März 2017 Mehr →

Verblödungsferien – wenn der IQ im Urlaub leidet

Faul am Strand rum zu liegen, geht gemäß Studie auf Kosten des IQ.

Der eigene Urlaub ist die vermeintlich schönste Zeit des Jahres. Endlich dem Stress des Alltags und dem ewig gleichen Trott entkommen, endlich einmal ausschlafen und so richtig entspannen. Einfach mal nichts tun, die Seele baumeln lassen und den ganzen Tag auf der faulen Haut liegen. Hier mal einen Cocktail schlürfen, da mal zur Abkühlung in den Pool hüpfen. Ja, so stellen sich nicht wenige perfekt erholsame Tage vor. Doch im Urlaub schrumpft nicht nur das Bankkonto aufgrund der zusätzlichen Ausgaben, sondern womöglich auch das eigene Hirn. Vor allem dann, wenn man überwiegend dem Müßiggang frönt. Sich den lieben langen Tag faul am Strand auf einer Liege rum zu lümmeln, mag zwar erholsam sein, macht aber auch blöd. Eine Studie legte jetzt schonungslos offen, wer drei Wochen Urlaub mit Nichtstun verbringt, muss gleich 20 IQ-Punkte einbüßen.

Mit anderen Worten: Wer nicht total erholt, aber völlig verblödet, aus dem Urlaub heimkehren möchte, sollte wenigstens die Hälfte der Ferientage aktiv sein. Denn – auch dies wurde im Rahmen der Studie offen gelegt – ein Aktivurlaub mit Wandern oder Radfahren von A nach B ist nicht nur unter Gesundheitsaspekten schlau, sondern macht auch noch schlau. Und zwar um bis zu 20 IQ-Punkte.

Bewegung gegen IQ-Verlust

Müßiggang ist zwar verlockend, bleibt aber nicht ohne Folgen für die eigene Intelligenz.

Wer also ungefähr genauso intelligent aus dem Urlaub zurückkehren will, wie beim Antritt der Ferien, der sollte idealerweise die ersten anderthalb Wochen den lieben Gott einen guten Mann sein lassen und dann in den zweiten anderthalb Wochen die Wanderschuhe schnüren oder in die Pedale treten. Das würde dann mit Blick auf die Entwicklung des eigenen Intelligenzquotienten zumindest numerisch zu einer Nulllösung führen.

Also, liebe Freunde des dolce Vita, liebe Freunde des gepflegten Lottolebens, überlegen Sie sich gut, wie Sie ihren Urlaub verbringen möchten.

Legen Sie sich ruhig auf die faule Haut, lassen Sie sich ruhig gebratene Tauben in den Mund fliegen, nur lesen Sie wenigstens ab und an ein Buch oder eine Zeitung. Dann bin ich optimistisch, dass sie völlig erholt am Flughafen wenigstens die Worte „ABFLUG“ noch verstehen.

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Weitere Kolumnen aus der Feder des Autors: Karsten-Thilo Raab: Thekenbrust & Zackendruse, Westflügel Verlag, ISBN 978-3-939408-11-6, 12,50 Euro. Erhältlich ist das Buch im Buchhandel oder direkt beim Verlag.

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