Von 31. Juli 2014 Mehr →

Top-gepflegt und bunt, ohne schrill zu sein: Das Ravensburger Spieleland

Zwei der vielen Kinder-Stars im Ravensburger Spieleland: Käpt'n Blaubär und Hein Blöd. (Foto: Karsten-Thilo Raab)

Zwei der vielen Kinder-Stars im Ravensburger Spieleland: Käpt’n Blaubär und Hein Blöd. (Foto: Karsten-Thilo Raab)

Zwischen Ravensburg und Bodensee bietet der Freizeitpark „Ravensburger Spieleland“ auf über 25 Hektar mit mehr als 60 Attraktionen alles, was sich eine Familie für einen erlebnisreichen Tag wünschen kann. Sei es, wenn Mama und Papa gemeinsam mit dem Nachwuchs ihre Fähigkeiten als Nachwuchs-Feuerwehrleute beim Löschen eines brennende Haus unter Beweis stellen, durch das riesige Labyrinth irren oder bei einer Traktorfahrt gemeinsam Hopfen und Mais entdecken – der Spaß steht eindeutig im Vordergrund. Besonders angenehm fällt auf, dass die ganze Anlage in einem top-gepflegten Zustand ist. Das beginnt mit den Fahrgeschäften und Spielstationen, bei denen nirgends der Lack ab ist oder Spielelemente fehlen und geht bis zu den sauberen Toiletten. Außerdem sind fast alle Stationen mit Helfern besetzt, die die Sicherheit im Blick halten und alle Besucher stets freundlich begrüssen.

Wer dem Eingang des Ravensburger Spieleland zustrebt, fühlt sich auf einmal ganz klein. Die ersten Fotomotive stehen nämlich rechts und links des Weges in Form von überdimensionalen Spielfiguren. Sind die gelben, roten, blauen oder schwarzen Hütchen für Spiele wie „Mensch-ärgere-Dich-nicht“ sonst gerade einmal Fingerkuppen-groß, vor dem Spieleland stehen sie in riesenhafter Zweieinhalb-Meter-Größe.

Hat man den Eingang passiert, so ist es nur einen Steinwurf bis zur kleinen „Schwäbischen Eisenbahn“, deren circa zehnminütige Rundfahrt einen sehr guten ersten Überblick über die Attraktionen bietet. Gut beraten ist aber, wer sich sich vorab schon auf der Internetseite des Spielelandes über die Angebote informiert. Denn sonst ist man aufgrund der Vielzahl an Möglichkeiten schnell erschlagen.

Die Schwäbische Eisenbahn zuckelt gemütlich auf einem Rundkurs durch das Spieleland. (Foto: Karsten-Thilo Raab)

Die Schwäbische Eisenbahn zuckelt gemütlich auf einem Rundkurs durch das Spieleland. (Foto: Karsten-Thilo Raab)

Die kleine Lok „Elsa“ dampft unter lautem Pfeifen los – und rattert zunächst vorbei am Poneyparcours. Die Pferdchen hier haben zwar kein Fell und Wiehern auch nur maschinell, dafür werfen die Karussell-Pferde, die auf einer Schiene durch ein kleines Areal dahingaloppieren auch keinen vom Rücken und hinterlassen keine Pferdeäpfel. Dann erblicken die kleinen und Großen Zugpassagiere bald die pinken Nilpferde, die munter in der Wasserbahn ihre Kreise ziehen. Wer Lust hat, der kann auf halber Strecke am Bahnhof „“Käpt’n Blaubärs Wunderland“ aus- und in eines der zahlreichen Tret- oder Kreisel-Boote umsteigen.

Zur besseren Orientierung ist der Freizeitpark ist in sieben Themenwelten unterteilt. Es gibt neben der „Grüne Oase“ (Motto: „Tierisches Vergnügen“) eine „Kunterbunte Spielewelt“, in der man die bekannten Ravensburger Spiele in XXL-Format erleben kann sowie Fix & Foxis Abenteuerland, in dem sich alles um Turbospeed und Abenteuer dreht. Im „Entdeckerland“ heißt es: Wasserspaß mit Nervenkitzel, in der „Future World“ müssen kleine und große Gäste „Klar zum Abheben“ sein. In Käptn` Blaubärs Wunderland dreht sich alles rund um Wasser und Boote und im „Mitmachland“ heißt es: Selber ausprobieren.

Eine Reihe von Fahrzeugen ermöglicht kleinen Besuchern, erste Erfahrungen hinterm Lenkrad zu sammeln. (Foto: Karsten-Thilo Raab)

Eine Reihe von Fahrzeugen ermöglicht kleinen Besuchern, erste Erfahrungen hinterm Lenkrad zu sammeln. (Foto: Karsten-Thilo Raab)

Der Vorteil gegenüber anderen Freizeitparks liegt beim Spieleland eindeutig darin, dass es auch für die ganz Kleinen schon tolle Angebote gibt. Einige Dinge können die Zwei-Käse-Hochs sogar schon alleine ausprobieren, bei anderen wiederum ist die Begleitung der Eltern erforderlich.

Ebenfalls gleich nur einen Steinwurf vom Eingang entfernt können die kleinsten Besucher auf einem herrlich antiquarischen Tierkarussell ihre Runden drehen. Sei es auf einer dicken Gans, einem rosa Schweinchen oder einem puscheligen Schaf – da das Karussell ebenerdig eingelassen ist, besteht nicht die Gefahr des Runterpurzelns. So können die Eltern sich in Sichtweite ganz entspannt bei einer Tasse Kaffee stärken, soweit der Sprössling über drei ist – das Karrusell ist zwar ab Null Jahren zugelassen, darf aber erst ab drei Jahren allein von dem Kind genutzt werden. Ein Helfer des Spielelandes steht stets bereit, um bei Bedarf zu helfen.

Eine galaktische Erfahrung ist die Fahrt durch eine simulierte Mondlandschaft. (Foto: Ulrike Katrin Peters)

Eine galaktische Erfahrung ist die Fahrt durch eine simulierte Mondlandschaft. (Foto: Ulrike Katrin Peters)

Ebenfalls im Themenbereich „Grüne Oase“ liegen der Traktor-Parcours, in dem Eltern und Kinder gemächlich schuckelnd durch einen Lehrgarten chauffiert werden. Nebenan findet man mit den Hängematten einen herrlichen Ruhepol, wo man entspannt abhängen kann, falls die kleinen Beine schon müde sein sollten. Sind die Akkus wieder aufgeladen, kann es auf Hüpfkissen, das Minis vorbehalten ist wieder zur Sache gehen. Danach lockt vielleicht die Zauber- und Jonglage-Show auf der Waldbühne

In Lupos Goldmine im Fix & Foxi Abenteuerland heißt es: Ärmel hoch gekrämpelt und losgeschürft! Mit Schürfwannen werkeln große und kleine Schatzjäger gemeinsam in einem sandigen Wasserlauf. Wer findet die meisten? Kleine Technikfans werden auf die Memory-Flugmaschine abfahren. In kleinen Hubschraubern sitzend, wählt man per Knopfdruck auf die Flugkonsole die gewünschten Bildkärtchen aus. Sonnenblume und… Sonnenblume – Treffer! Hurra! Wer zwei passende Kärtchen aufgedeckt hat, gewinnt an Flughöhe. Wer daneben liegt, sinkt in die Tiefe. Schließlich schwebt das Siegerteam mit seinem Hubschrauber ganz oben.

Mit dem handbetriebener Feuerwehrwagen geht es zum gespielten Löscheinsatz. (Foto: Karsten-Thilo Raab)

Mit dem handbetriebener Feuerwehrwagen geht es zum gespielten Löscheinsatz. (Foto: Karsten-Thilo Raab)

Ganz in der Nähe lädt eine Baggergrube ebenfalls zu Buddel-Abenteuern ein. Zehn originale Komatsu-Baustellen-Bagger stehen in der großen Kiesgrube bereit. Nach einer kurzen Einweisung schaufeln große und kleine Baumeister zu zweit oder alleine, was das Zeug hält.

Nach so viel Höhenluft haben die kleinen Parkbesucher vielleicht Lust auf eine Erfrischung. Kein Problem in der Wasserbahn, die die Nachwuchs-Indianer per Kanu durchschippern können. Etwas zügiger saust durchs Wasser, wer sich in eines von Professor Knox Thurbo-Boote setzt – hier saust man nämlich eine 60 Meter lange Bahn hinab.

Entspannend ist die kleine Seerundfahrt vorbei an den Abenteuern des Käpt'n Blaubär. (Foto: Karsten-Thilo Raab)

Entspannend ist die kleine Seerundfahrt vorbei an den Abenteuern des Käpt’n Blaubär. (Foto: Karsten-Thilo Raab)

Ein galaktisches Abenteuer erwartet, wer sich in die Zukunft aufmacht. In der Future World düst man mit einem Mondfahrzeug, dem Galaxy Racer durch eine intergalaktische Mondlandschaft. Und Papa oder Mama spielen den Co-Piloten. In Begleitung eines Erwachsenen ist die Bahn bereits frei ab vier Jahren, allein darf fahren, wer schon mindestens acht Jahre alt ist.

Im verrückten Labyrinth kommt man hingegen nicht so schnell vorwärts…. es herrscht die perfekte Verwirrung, wenn man durch die Mauern hindurchgeht, um möglichst schnell wieder herauszufinden. Erholen kann man sich im Anschluss beim Quietsche-Enten-Rennen in der Kunterbunten Spielewelt. Die lieb ausschauenden gelben Enten im Riesenformat drehen, seicht schaukelnd, ihre Runden.

Zum Schreien: Der Freifallturm "Hier kommt die Maus". (Foto: Karsten-Thilo Raab)

Zum Schreien: Der Freifallturm „Hier kommt die Maus“. (Foto: Karsten-Thilo Raab)

Eindeutig der Hit für Schulkinder ist die MobileKids-Verkehrsschule im Mitmachland. In kleinformatigen, schnittigen SLKs von Mercedes-Benz geht es über einen Verkehrsübungsplatz samt Ampeln, Zebrastreifen und Kreisverkehr. Wer alles richtig macht, erhält am Ende sogar einen Mini-Führerschein.

Weniger beschaulich geht es beim Alpin-Rafting zu, bei dem groß und klein schon ganz schön mutig sein müssen. Die 400 Meter lange, turbulente Wildwasserfahrt wird in einem Rundboot absolviert. Zunächst geht es mit einer Schussfahrt nach unten, dann verschwindet es in der Mitte des Kreisels – nur etwas für starke Nerven! Wer danach Erholung sucht, der kann sich im 4D-Action-Kino in der Future World den Film „Toy Ride“ ansehen. Wer danach Lust auf einen eigenen „Ride“ verspürt, der kann beim Rodeo sein Glück versuchen.

Ein feucht-fröhlicher Spaß: Eine Tour mit Käpt'n Blaubärs Gummikutter. (Foto: Karsten-Thilo Raab)

Ein feucht-fröhlicher Spaß: Eine Tour mit Käpt’n Blaubärs Gummikutter. (Foto: Karsten-Thilo Raab)

Neu im Spieleland ist der familientauglich-Freifallturm „Hier kommt die Maus!“. Bei dieser rasanten Familienattraktion erlebt Groß und Klein einen aufregenden Höhenflug: Dabei geht es im freien Fall acht Meter in die Tiefe. Dieses Bauch-prickelnde Fahrgeschäft können Kinder bereits im Alter von vier Jahren erleben – sofern sie von einem Erwachsenen begleitet werden. Ab einem Alter von sechs Jahren kann das wilde Rauf und Runter bereits alleine ausprobiert werden.

Informationen: Freizeitpark Ravensburger Spieleland, Am Hangenwald 1, 88074 Meckenbeuren, Telefon 07542-4000, www.spieleland.de

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