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Von 8. Oktober 2018 Mehr →

Satun – Thailands erster UNESCO Global Geopark

Ritterschlag für das thailänische Satun – hier mit dem beeidnrucken Stone Castle auf Khao Yai – das zum UNESCO Global Geopark ernannt wurde.

Im Süden von Thailand liegt die Provinz Satun mit der gleichnamigen Hauptstadt. Seit 2018 befindet sich hier auch der erste UNESCO Global Geopark des Landes. Eine besondere Auszeichnung und ein weiteres Beispiel für die Ausweitung nachhaltiger Angebote im thailändischen Tourismus. Der Geopark erstreckt sich über vier Bereiche der Provinz: Thung Wa, Manang, La-Ngu und Amphoe Mueang. In diesen Gebieten befinden sich bereits seit langem zwei Nationalparks sowie ein Tierschutzgebiet. Während der Norden und Osten des Parks durch Berge und Gebirgsausläufer charakterisiert sind, dominieren Strände und viele kleine Inseln den Teil in der Andamanen See. Der Status als UNESCO Global Geopark bleibt nun zunächst für vier Jahre, im Anschluss findet eine Revalidierung statt. Charakteristisch für die Natur im Park sind beeindruckende Kalksteinfelsen und unzählige Fossilien.

Ursprüngliche Natur und Kultur

Eine faszinierende Laune der Natur: die Phu Pha Phet Höhle in Satun, die als drittgrößte der Welt gilt.

Umgeben von paradiesisch blauem Wasser, finden sich hier im Satun Geopark Fossilien aus dem Paläozoikum und eine beeindruckend vielseitige Karstlandschaft mit Unterwasserhöhlen und steilen Felsen. Die Spuren der Natur lassen sich bis zu 500 Millionen Jahre zurückverfolgen, zu der Zeit, in der die ersten hartschaligen Fossilien auftraten – ursprünglicher geht es kaum. Eine Besonderheit der Gegend ist Phu Pha Phet: die größte Höhle Thailands, und die drittgrößte der Welt, ist erst seit kurzem auch international bekannter. Doch immer noch ist ein Ausflug in die auch als „Diamond Mountain Cave“ bekannte Höhle ein Geheimtipp für alle, die umweltbewussten Tourismus und Höhlen lieben.

Für Naturliebhaber lohnt sich auch ein Ausflug in den bereits seit 1974 bestehenden Taruto National Marine Park. Er erstreckt sich vor der Küste Satuns über 1.490 Quadratkilometer. Hier warten 51 Inseln, drei Archipele und eine bunte Unterwasserwelt auf interessierte und umweltbewusste Besucher. Perfekt für Aktivurlauber, die die Natur und Unterwasserwelt bei Tauchgängen oder Kayaktouren erkunden wollen oder an einem der vielen Wasserfälle und paradiesischen Strände entspannen möchten.

UNESCO Global Geoparks für nachhaltigen Tourismus

Khai Island gehört zu prächtigen Inselwelt im Tarutao National Marine Park.

Die UNESCO-Auszeichnung beinhaltet jedoch nicht nur einen umfassenden Einsatz für die Natur, vielmehr spielen auch die Förderung des kulturellen Erbes, Bildung, sowie ein nachhaltiger Ansatz im Tourismus eine wichtige Rolle. Auch die Einbeziehung von lokalen Gemeinschaften ist dabei ein wichtiger Schritt. Ein rundum ganzheitlicher Ansatz also. Ausgezeichnet werden die Geoparks seit 2015, derzeit gibt es 140 UNESCO Global Geoparks in 38 Ländern. Yuthasak Supasorn, Gouverneur des Thailändischen Fremdenverkehrsamts (TAT) hebt die Bedeutung für die nachhaltige Entwicklung der Region besonders hervor: „Satun zieht neue Besucher an, die sich von einer Vielzahl an lokalen Thai-Erfahrungen und der reichen, natürlichen Schönheit und kulturellen Vielfalt der Region inspirieren lassen. Die UNESCO-Auszeichnung ist eine große Ehre und hilft dabei, ein nachhaltiges Wachstum im Tourismus zu gewährleisten – etwas das vom TAT definitiv unterstützt und gefeiert wird.“

Lokale Gemeinschaften fördern und erhalten

Die Unterwasserwelt vor Hin Ngam Island im Tarutao National Marine Park lädt zum Tauchen und Schnorcheln ein.

Doch das großflächige Gebiet ist nicht nur für Naturliebhaber ein Must-visit: Das Gebiet des Satun Global Geoparks ist Heimat von gut 113.000 Menschen. An diesem friedlichen Ort leben verschiedene Kulturen und religiöse Gruppen wie Buddhisten, Muslime, Christen und Minderheiten harmonisch zusammen. Der Geopark unterstützt auch die Zusammenarbeit zwischen den Einheimischen, den Gemeinden und der Regierung – insbesondere im Hinblick auf den Erhalt der Natur und der Kultur, umweltbewusste Tourismus-Angebote und Bildung. So wird beispielsweise der Verkauf von lokal hergestellten Produkten mit besonderen Festivals und Messen gefördert. Dazu sorgen neue Jobmöglichkeiten sowie ein stetiges Einkommen vor Ort für eine deutlich gesteigerte Lebensqualität. Durch vielfältige Bildungsprogramme soll Verständnis für die besondere Natur und ihren Schutz geschaffen werden. Weitere Informationen unter www.thailandtourismus.de.

Hin Son Island ist eine von mehr als 50 Inseln im Tarutao National Marine Park. – Fotos Fremdenverkehrsamt Thailand

Archiviert unter Topthema, Asien, Thailand
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