Von 9. März 2012 Mehr →

Red Earth Festival – Das große Fest der „Roten Menschen“

„Okla humma“ – „Rote Menschen“ – nannten die Choctaw-Indianer die Urbevölkerung und gaben damit zugleich dem heutigen US-Bundesstaat Oklahoma seinen Namen. Und das zu Recht: Immerhin sind hier 39 von 562 offiziell in den USA anerkannten Indianervölkern zu Hause. In Oklahoma gibt es daher nicht nur etliche hochkarätige Indianermuseen, sondern auch mehrere Powwows, die Gelegenheit geben, Mentalität und Kultur der Native Americans besser kennenzulernen. Das Red Earth Native American Cultural Festival Anfang Juni in Oklahoma City (OKC) gehört dabei zu den Veranstaltungshöhepunkten im Jahreskalender.

Im Cox Convention Center treffen sich am Wochende vom 8. bis 10. Juni über 1200 Indianer von über hundert Stämmen aus ganz Nordamerika, pflegen ihre Traditionen und zeigen ihre Kunst und Kultur. Eröffnet wird das Festival mit einer farbprächtigen Parade der Teilnehmer am Freitagvormittag durch die Innenstadt von OKC. Zu den Höhepunkten des Kulturfestes zählen dann die täglich stattfindenden Tanzwettbewerbe, in denen die besten Powwow-Tänzer in verschiedenen Kategorien um Geld- und Sachpreise gegeneinander antreten.

Während des Festivals wetteifern jedoch nicht nur Tänzer/innen in verschiedenen Altersgruppen und Tänzen auf dem Tanzrund, sondern auch Künstler und Kunsthandwerker konkurrieren in verschiedenen Kategorien – wie Korbflechtkunst und Perlenstickerei, Schmuckherstellung und Töpferkunst, Malerei, Fotografie und Bildhauerei – um Preise. Kinder und Jugendliche von 9 bis 18 Jahren aus ganz Oklahoma sind ebenfalls beteiligt und stellen in verschiedenen Altersgruppen und Genres ihre Kunstwerke in der „Red Earth Youth Art Competition“ aus.

Im großen Kongresszentrum von OKC ist aber noch mehr geboten: Es gibt Vorführungen von indianischen Künstlern, zum Beispiel von Flötenspielern oder Kunsthandwerkern, und an Ständen („Native Exchange Booths“) stellen Indianer ihre Arbeiten aus bzw. ihre Organisationen oder Sights und Museen vor. Als Rahmenprogramm findet ein „Red Earth Run“, Wettläufe unterschiedlicher Länge, und ein Golfturnier statt.

Die Red Earth Corporation macht sich seit 1978 für die Traditionen der Indianer stark und zwar nicht nur mit dem seit 1987 veranstalteten Red Earth Indian Cultural Festival. Auch mit einem Museum, durch Kinderprogramme und Workshops sowie die Beteiligung an Kunsthandwerksmärkten macht man auf sich aufmerksam. Das sehenswerte Red Earth Museum verfügt über 1400 Stücke von indianischer Kunst und Kunsthandwerk aus verschiedensten Genres und veranstaltet dazu Sonderausstellungen, Workshops, Veranstaltungen und Programme. Weitere Informationen unter www.redearth.org.

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