Von 25. Oktober 2014 Mehr →

Lesefutter für fernwehgeplagte Womosapiens – und solche, die es werden wollen

Tausend Tage WohnmobilWer viel reist, wird oft beneidet – was man unterwegs alles erleben und sehen kann. Plagen den Kosmopoliten allerdings bald Rückenschmerzen und Verdauungsprobleme, dann gibt es oft nur noch eines, wonach man sich sehnt: Das Zuhause samt eigenem Bett und eigener Küche. Alles richtig macht also, wer beides gleich mit auf Reisen nimmt. Im Conrad Stein Verlag sind gleich zwei praktische Fernweh-Schmöker erschienen, die Wohnmobilisten über die reisefreie Zeiten im Jahr hinwegtrösten können und Einsteigern jede Menge gute Tipps mit auf den Weg geben.

Zum einen ist dies der dicke 350-Seiten-Band „Tausend Tage Wohnmobil„. Autorin Hildegard Grünthaler berichtet hierin unterhaltsam über eine große Weltreise in einem kleinen „Schneckenhaus“ auf Rädern. Lange glaubte Verfasserin Grünthaler gegen Fernweh immun zu sein. Ihr Ehemann Peter, seit frühester Jugend an Fernweh leidend, hat sie irgendwann aber doch damit angesteckt. Nach einigen zu kurzen Urlaubsfernreisen wurde der Lebenstraum von Peter auch ihr eigener: Reisen mit viel Zeit und einem eigenen Wohnmobil. Nach einigen Jahren der Planung und Vorbereitung wurden das Haus vermietet, die Möbel verkauft und das auf den letzten Drücker erstandene Wohnmobil über den großen Teich verschifft.

Tausend Tage lang reisten die Grünthalers durch Amerika, Neuseeland und Australien. Unterhaltsam und anschaulich berichtet die Autorin von dieser Reise, auf der das Ehepaar das richtige und gemeinsame Reisen erst erlernen musste. Zu interessanten Begegnungen mit den verschiedenen Völkern und anderen Reisenden nimmt sie ihre Leser ebenso mit wie zu nervenaufreibenden Auseinandersetzungen mit Behörden und dem Zoll.

womosapiens_umschlag.cdrDie abenteuerlichen Pisten, die das Ehepaar zuweilen bewältigt und die oft atemberaubende Natur beschreibt die Autorin ebenfalls äußerst anschaulich. Alltägliche Erlebnisse, amüsante Anekdoten und Schilderungen bekannter Sehenswürdigkeiten fügen sich so zu einem packenden Reisebericht zusammen. Ergänzt wird die Erzählung durch umfassende Reisetipps für alle, die sich auch mit dem Wohnmobil auf weite Fahrt machen wollen.

Etwas schmaler kommt der Fernweh-Schmöker „Womosapiens“ daher, zeigt sich aber nicht minder spannend. Autor Norbert Bobrich versucht eine humorvolle Annäherung an die Frage, wie ein Mensch vom „Homo sapiens“ zum „Womosapiens“ wird? Kenntnisreich berichtet der begeisterte Wohnmobilist, was einen „Womosapiens“ kennzeichnet und was er auf seinen Reisen erlebt hat. Gemeinsam mit seiner Frau hat sich Bobrich den Traum von der großen Freiheit erfüllt. Beide ließen das Berufsleben mit 50 Jahren hinter sich, um mit ihrem Wohnmobil kreuz und quer durch Europa zu reisen.

Auf 124 Seiten beschreiben sie die Erlebnisse und Erfahrungen ihrer über 100.000 Kilometer langen Fahrt und ermöglichen einen unterhaltsamen Einblick in den Wohnmobil-Alltag mit all seinen Annehmlichkeiten und Tücken. Nützliche Tipps für andere „Womosapiens“ und zahlreiche Fotos ergänzen den Band.

Erhältlich ist „Tausend Tage Wohnmobil“ (ISBN 978-3866-864030) von Hildegard Grünthaler für 14,90 Euro sowie „Womosapiens“ von Norbert Bobrich (ISBN 978-3866-864740) für 8,90 Euro im Buchhandel oder direkt beim Conrad Stein Verlag

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