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Jordanien entdecken: Die Top Ten Attraktionen des Haschemitischen Königreichs

Ein prächtig erhaltenes Stück römischer Geschichte in Jordanien: Die Ausgrabungsstätte in Jerash. (Foto: Karsten-Thilo Raab)

Ein prächtig erhaltenes Stück römischer Geschichte in Jordanien: Die Ausgrabungsstätte in Jerash. (Foto: Karsten-Thilo Raab)

Das kleine Königreich Jordanien hat für jeden etwas zu bieten: Ob jung oder alt, ob aktiv oder Erholungssuchend, ob Natur- oder Kulturliebhaber. Und eine abwechslungsreiche, frische Küche gibt es immer dazu. Im Folgenden sind die Top Ten Besucherziele von Nord nach Süd aufgeführt und kurz beschrieben:

Im Norden  Jordaniens beeindrucken vor allem Spuren der römischen Geschichte des Landes. Allen voran sollte man hier die exzellent erhaltene römische Provinzstadt Jerash besuchen. Besonders imposant sind die 800 Meter lange Kolonnadenstraße, der reich geschmückte Hadriansbogen und die Theater.

Das Archäologisches Museum in Amman offeriert einen spannenden Einblick in die Gesichte von Jordanien. (Foto: Karsten-Thilo Raab)

Das Archäologisches Museum in Amman offeriert einen spannenden Einblick in die Gesichte von Jordanien. (Foto: Karsten-Thilo Raab)

Weitere sehenswerte römische Stätten im Norden sind Um Qais, Pella oder Um Jimal. Etwa 2,5 Stunden südlich von Amman liegt Um ar-Rasas mit herrlichen Mosaiken, das 2004 zum Unesco-Weltkulturerbe erkoren wurde.

Die Hauptstadt Amman ist ein Schmelztiegel von Tradition und Moderne und das Zusammenleben der verschiedenen Kulturen: Die lebendige Metropole liegt inmitten einer hügeligen Landschaft mit der Wüste auf der einen und dem fruchtbaren Jordantal auf der anderen Seite. Vom Zitadellenhügel hat man einen weiten Blick über die Stadt, das römische Theater sowie zahlreiche Kirchen und Moscheen. Moderne Bars, Boutiquen und glitzernde Einkaufsmalls, traditionelle Cafés und Kunsthandwerksläden (vor allem in der Rainbow Street im alten Viertel Jebel Amman) bieten Abwechslung von der Besichtigungstour.

Die unterschiedlichsten Wüstenschlösser in der nordöstlichen Steinwüste sind beeindruckende Zeugnisse islamischer Architektur. Das Qusair Amra, das Qasr Hallabat oder das Qasr Kharaneh sind zum Beispiel ideal für eine Tagestour von Amman aus. Sie wurden als Karawanserei, Landwirtschafts- und Handelszentrum, Vergnügungsort oder Herrschaftsaußenposten genutzt. Im Inneren von Qusair Amra, ebenfalls Unesco-Weltkulturerbe, finden sich wunderschöne Fresken und Mosaike.

Handgemalte Jordanien-Karte. (Foto: Karsten-Thilo Raab)

Handgemalte Jordanien-Karte. (Foto: Karsten-Thilo Raab)

Jordanien ist auch reich an biblischen Stätten: Hierzu gehört beispielsweise die christliche Mosaikstadt Madaba, etwa eine Autostunde südlich von Amman. In der St. Georgskirche befindet sich die älteste Mosaiklandkarte des Heiligen Landes aus über zwei Millionen Steinen. In unmittelbarer Nähe liegt der Berg Nebo, eine Pilgerstätte früher Christen, von dem aus Moses das gelobte Land Kanaan erblickte. Hier steht auch die Moseskirche, die im frühen vierten Jahrhundert erbaut wurde. Bemerkenswert ist auch die Taufstelle Jesu am Jordan in Bethanien (nördlich vom Toten Meer). Alle diese Stätten haben Papst Johannes Paul II. (2000) sowie Papst Benedikt XVI. (2009) in offizieller Mission besucht.

Wer einmal das Gefühl der Schwerelosigkeit erfahren möchte, sollte unbedingt ein Bad im Toten Meer nehmen, dem tiefstgelegenen See der Erde. Das Tote Meer enthält zehnmal mehr Salz als andere Meere und die therapeutische Wirkung des mineralhaltigen Wassers und des Schlamms ist seit über zweitausend Jahren bekannt. Zahlreiche Kosmetika und Arzneien werden heute aus den Wirkstoffen hergestellt, um Schönheit und Gesundheit zu erhalten.

Jordanien ist mit seinen vielen Naturparks und beeindruckenden Landschaften auch ein ideales Reiseziel für Naturliebhaber: Sechs Nationalparks werden von der „Royal Society for the Conservation of Nature“ verwaltet, darunter Jordaniens größtes Naturreservat Dana. Das Naturschutzgebiet ist ein biologischer Schmelztiegel mit Flora und Fauna aus Afrika, Europa und Asien. Archäologische Funde geben Hinweise auf Niederlassungen aus altsteinzeitlicher, ägyptischer, nabatäischer und römischer Zeit.

Weniger berühmt, aber nicht weniger spektakulär als Petera ist das nahegelegene Klein-Petra. (Foto: Karsten-Thilo Raab)

Weniger berühmt, aber nicht weniger spektakulär als Petera ist das nahegelegene Klein-Petra. (Foto: Karsten-Thilo Raab)

Weitere ungewöhnliche und spannende Naturparks sind das Wadi Mujib, wo man im Flussbett mit Canyoning aktiv sein kann oder Ajloun mit seinen Steineichenwäldern. In vergangene Zeiten zurück versetzt fühlt man sich beim Anblick der trutzigen Burgen der Kreuzritter, beispielsweise am Königsweg, der von Nord nach Süd durch Jordanien führt. In der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts errichteten Kreuzritter zahlreiche Burgen, um die Umgebung zu kontrollieren. Zwei der schönsten sind die Kreuzritterfestungen Karak und Schaubak.

Die wohl bekannteste Attraktion Jordaniens ist die antike Felsenstadt Petra im Süden des Landes, die ebenfalls zum Unesco-Weltkulturerbe gehört und 2007 zu einem der Neuen Sieben Weltwunder gewählt wurde. Die Nabatäer, ein arabisches Nomadenvolk, haben die Stadt vor über 2.000 Jahren in die Sandsteinwände geschlagen. Petra war schon damals für ihre hoch entwickelte Kultur, ihre monumentale Architektur und ihr ausgeklügeltes System von Dämmen und Wasserkanälen bekannt. Berühmtestes Monument der Nabatäer-Stadt ist das Schatzhaus, das am Ende des Siq, einer farbigen Felsschlucht, auftaucht. Auf Wanderungen durch die Stadt können Besucher hunderte von Felsengräbern, Tempelfassaden und Reliefs bewundern.

Wüstenwunderland inmitten Jordaniens: Das Wadi Rum. (Foto: Karsten-Thilo Raab)

Wüstenwunderland inmitten Jordaniens: Das Wadi Rum. (Foto: Karsten-Thilo Raab)

Das Wadi Rum ist eine prächtige Sandwüste mit mächtigen Felsformationen, wie der 35 Meter hohen Steinbrücke Burdah oder den Sieben Säulen der Weisheit, benannt nach dem gleichnamigen Buch von Lawrence von Arabien. Neben den endlosen Möglichkeiten, das Wadi Rum zu Fuß zu entdecken, kann man die jordanische Wüste selbstverständlich auch vom Rücken eines Kamels aus oder auf einer Jeepsafari erleben. Auch Kletterer finden hier spannende Betätigungsfelder. Nicht entgehen lassen sollte man sich eine Übernachtung „unter 1000 Sternen“ in einem der stilvollen Wüstencamps.

Ganz im Süden Jordaniens finden sich einmalige Schätze unter der Wasseroberfläche am Roten Meer in Aqaba. Die abwechslungsreiche Unterwasserwelt und die gut erhaltenen Korallenriffe gelten bei Tauchern weltweit als hervorragende Tauchgründe. Das ganzjährig milde Klima macht die Region zudem zu einem ausgezeichneten Bade- und Wassersportziel. Die Hafenstadt war im Altertum ein wichtiger Knotenpunkt für die Land- und Seerouten nach Asien, Afrika und Europa. Die Gegend hat daher auch viele historische Stätten zu bieten, wie etwa eine der ältesten christlichen Gotteshäuser der Welt. Mehr über das Reiseland Jordanien unter www.visitjordan.com.

Tipp: Die schönsten Impressionen aus der Region hat Autor Karsten-Thilo Raab unter dem Titel „Faszinierendes Jordanien“ in einem Wandkalender zusammengestellt. Erhältlich ist dieser in den Formaten A2 bis A5 je nach Größe für 18,90 bis 49,90 Euro im Buchhandel sowie unter anderem bei Amazon oder im Kalendershop des Mortimer Reisemagazins.

Archiviert unter Asien, Jordanien