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Jahresrückblick aus der Welt des Reisens – 2017 (3)

Jahresrückblick

Der dritte Teil beim Jahresrückblick beschäftigt sich mit Entwicklungen, Trends und Kuriosem im dritten Quartal des Jahres 2017 rund um die Welt.

Der dritte Teil beim Jahresrückblick für 2017 des Mortimer Reisemagazins beschäftigt sich mit Entwicklungen, Trends und Kuriosem in der Welt des Reisens im dritten Quartal des Jahres, wo sich einmal mehr viel Erstaunliches und teilweise Verrücktes ereignet hat.

Juli 2017

Bei einem schweren Busunfall am 3. Juli auf der Autobahn A9 bei Hof in Oberfranken kommen 18 Fahrgäste ums Leben, weitere 30 erden zum Teil schwer verletzt. Der Reisebus war an einem Stauende auf einen Sattelzug aufgefahren und in Flammen aufgegangen.

Das Welterbe-Komitee der UNESCO ernennt bei seiner Sitzung am 9. Juli in Krakau sechs Eiszeitkunst-Höhlen auf der Schwäbischen Alb zum Weltkulturerbe. Die Funde in diesen Höhlen stammen aus der Eiszeit und sind zwischen 37.000 und 42.000 Jahre alt. Außerdem werden die Mariä-Himmelfahrts-Kathedrale in der russischen Inselstadt Swijaschsk, die antike Stadt Aphrodisias im Südwesten der Türkei, das historische Stadtzentrum von Wien und die Altstadt von Hebron in die Liste aufgenommen.

Mit einer Dose Bier, die er am 9. Juli auf dem Flug von Melbourne nach Perth eincheckte, via Facebook als Foto postete und anschließend auf dem Gepäckband filmte, landete der Australier Dean Stinson zuerst einen kleinen Internet- und dann einen großen Medien-Coup. Landauf landab geisterte der Gag durch die Gazetten.

Jahresrückblick

Am 14. Juli ersticht ein mutmaßlicher IS-Anhänger am Strand des Hotels Zahabia im ägyptischen Hurghada zwei Frauen aus Niedersachsen und verletzt vier weitere Urlauber verletzt.

Am 15. Juli zwingen zwei Eurofighter der Bundeswehr eine Boeing 777 der Korean Air zur Landung in Stuttgart, weil das Flugzeug zeitweise keinen Funkkontakt zur Flugsicherung hatte. Die Maschine sollte eigentlich in Zürich landen, doch die 211 Passagiere mussten die Nacht am Stuttgarter Flughafen verbringen.

Eine offensichtlich verwirrte Frau versucht in den frühen Morgenstunden des 20. Juli mit ihrem Smart in die Abflughalle des Flughafens in Düsseldorf hinein zu fahren, bleibt aber in den automatischen Schiebetüren stecken.

Ein schweres Erd- und Seebeben der Stärke 6,7 in der Ägäis richtet am 21. Juli auf der griechischen Insel Kos schwere Schäden an. Zwei Besucher einer Bar ist sterben, als die Decke einstürzte. Zahlreiche weitere Gebäude  fielen  zusammen. Mehr als 120 Menschen wurden verletzt.

Eine französische Familie radelt am 24. Juli über den nur für Züge freigegebenen Hindenburgdamm zur Insel Sylt. Dort wurde sie von der Polizei empfangen. Aber die Radler hatten eine Top-Ausrede: Ihr Navi habe ihnen den Weg durchs Watt als Radweg angezeigt, erklärten sie. Deshalb hätten sie sich auch nichts dabei gedacht, ihre Mountainbikes über das geschlossene Zufahrtstor zu hieven.

August 2017

Ein Buckelwal rammt am 5. August eine Touristenboot vor der Küste des australischen Queensland. Das achteinhalb Meter lange Boot wurde unerwartet von dem Tier gerammt. Durch den Aufprall verloren mehrere Reisende das Bewusstsein, erlitten Knochenbrüche und Platzwunden.

Zwei Berliner bieten Weltreisen an, bei denen der Kunde allerdings bereits das Zeitliche gesegnet haben muss, um sie anzutreten. Dann wird der Partner oder sonst wer mit der Urne im Gepäck um die Welt geschickt, zu Preisen ab 4.000 Euro. Es gebe nur wenige Länder, die bei der Einreise mit Urne Probleme machen, beteuern die Initiatoren, die ein Bestattungsunternehmen betreiben. Dazu zählten etwa Kasachstan, Algerien und die Ukraine.

Passagiere, die Flüge mit einer Zwischenlandung absolvieren, haben nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) keinen Anspruch auf eine höhere Verspätungsentschädigung als bei Direktflügen auf derselben Strecke. Geklagt hatten Passagiere, die eine höhere Entschädigung von der Fluggesellschaft forderten, weil ihre tatsächlich geflogene Strecke von Rom über Brüssel nach Hamburg mehr als 1.500 Kilometer betrug.

Die angeschlagene Airline Airberlin meldet am 15. August Insolvenz an, fliegt aber zunächst noch auf vielen Strecken weiter.

September 2017

Mehr als 50 Stunden Verspätung mussten rund 160 Passagiere bei einem Condor Flug von Palma de Mallorca nach Köln hinnehmen, nach dem das Flugzeug am 9, September wegen eines Defekts am Boden bleiben musste.

Auf einem Flug der Delta Air Lines zwischen der Türkei und Los Angeles ist einem weiblichen Fluggast beim Biss in einen gereichten Snack eine Schneidezahn abgebrochen, als die Dame dabei auf einen Kieselstein traf. Die Airline habe ihr als Entschädigung lediglich Bonusmeilen im Gegenwert von 80 Dollar geboten, klagt sie – und fordert wegen aufwändiger Zahnsanierungsarbeiten, die notwendig geworden seien, satte 9.999 Dollar ein.

Am Freitag, 15. September, werden bei einem Bombenanschlag auf die Londoner U-Bahn 29 Menschen verletzt. Die Terrormiliz IS gibt vor, dafür verantwortlich zu sein.

Weil nur noch vier von fünf Flügen pünktlich sind, dünnt Ryanair ab Mitte September sechs Wochen lang ihren Flugplan aus. Bis Ende Oktober fallen bei dem Billigflieger rund 50 Verbindungen pro Tag weg. Gebuchte Passagiere erhalten ihr Geld zurück oder können auf andere Flüge umbuchen. Ryanair macht vor allem Engpässe bei der Flugsicherung, Streiks und schlechtes Wetter verantwortlich. Allerdings hat Ryanair auch Engpässe bei Piloten und Crews, denn die müssen Urlaub nehmen.

Hurrikan Irma hinterlässt in der Karibik und im Südosten der USA eine Spur der Verwüstung, zesrtört ganze Städte und Dörfer. Besonders stark betroffen sind Antigua und Barbuda, Haiti, die DomRep, St. Martin, Kuba und Florida.

Nur zwölf Tage nach einem schweren Erdbeben bebt in Mexiko am 19. September abermals die Erde. Die Erschütterungen hatten eine Stärke von 7,1 und kosteten mindestens 250 Menschen das Leben. Das Zentrum des Erdbebens lag rund 100 Kilometer südöstlich der mexikanischen Hauptstadt bei Axochiapan. Gebäude stürzten ein, der Strom fiel aus, tausende Bewohner liefen in Panik auf die Straßen. Der internationale Flughafen von Mexico-City war zeitweise geschlossen.

Beim Volksentscheid am 24. September stimmen 56,1 Prozent der Berliner für die Offenhaltung des innerstädtischen Flughafens Tegel und damit gegen den Willen des rot-rot-grünen Senats. Allerdings ist das Votum nicht bindend und für einen Weiterbetrieb müssten das Land Brandenburg und der Bund als Miteigentümer ebenfalls zustimmen. Zudem ist die Betriebsgenehmigung für BER an die Schließung von Tegel gekoppelt.

Ein Mann aus Sri Lanka hatte in seinem Hinterteil ein Kilogramm Gold und Juwelen versteckt – natürlich gut verpackt. Er wollte nach Indien weiterfliegen und den Schmuck dort verkaufen. Doch der 45-Jährige fiel am 24. September beim Umsteigen am Flughafen Colombo auf. Beamte fanden seinen Gang irgendwie merkwürdig und durchleuchteten ihn. Volltreffer: Im Metallscanner war die Schmuggelware dann nicht zu übersehen.

Stewardessen auf den Philippinen – aber auch Rezeptionistinnen beispielsweise in Hotels – können aufatmen. Gemäß Beschluss des dortige Arbeitsministeriums können die Damen nicht seitens einer Fluggesellschaft gezwungen werden, hochhackige Schuhe zu tragen. Das Arbeitsministerium rät zu bequemem Schuhwerk und beschränkt die Höhe der Absätze auf 2,5 Zentimeter. Freiwillig dürfen sich die Frauen der Tortur aber weiterhin unterziehen.

Das Luftschnappen am Bahnhof Bielefeld endeteam 27. September  für einen 59-jährigen Rumänen in einer waghalsigen Aktion. Denn als sich die Türen seines ICEs wieder schlossen, stand er auf dem Bahnsteig, seine Tasche aber war drin. Da klammerte er sich an den elastischen Faltenbalg zwischen zwei Waggons und fuhr außen mit. Der Lokführer hatte schon 160 Stundenkilometer auf dem Tacho, als er von seinem Trittbrettfahrer erfuhr. Im Bahnhof Löhne, wo der ICE einen ausplanmäßigen Stopp einlegte, konnte der Mann unverletzt wieder einsteigen.

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