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Von 26. November 2018 Mehr →

Hochfügen – Schlaraffenland für Wintersportler

Traumhafte Winterkulisse im Zillertal – und dies nicht nur bei Sonnenschein.

Das unbeschwerte Gefühl aus Kindertagen ist sofort wieder da, als ich unter strahlend blauem Himmel über das Gipfelmeer des Hochzillertals blicke. Hinaus in die weiße Pracht. Kaum abwarten kann ich es, meine Spur im Pulverschnee auf den tief verschneiten Hängen zu ziehen. Jetzt noch rein in die Bindung. Und los geht’s – bis die Sonne am späten Nachmittag hinter den mächtigen Bergrücken am Horizont verschwindet, will ich die Hänge hinuntersausen. Vergesse die Zeit. Wie damals, als ich zehn oder elf war und mit meinen Eltern in den Skiurlaub fuhr. Damals galt: Skifahren von früh bis spät. „Deshalb sind wir ja hier“, pflegte mein Vater zu sagen. Um keine Zeit auf den „Brettl`n“ zu verlieren, wurde meist im Sessellift gegessen. Käse-Wurst-Semmeln, die meine Mutter morgens beim Frühstück in unserer Pension schmierte und sie eingewickelt in einer Papierserviette mit auf die Piste nahm.

Winterurlaub im Wandel

Rund um Hochfügen warten auf ambitioniertere Skifahrer herrliche Powderhänge.

Doch Skiurlaub wird heute anders gelebt als vor 30 Jahren. „Nur“ Skifahren von morgens bis abends wollen die meisten Wintersportler heute nicht mehr. Laut einer aktuellen Studie der Deutschen Sporthochschule Köln sind „die Hauptmotive der modernen Wintersportler „ein intensives Landschaftserlebnis, die Suche nach Erholung sowie der Wunsch, etwas für die eigene Gesundheit zu tun.“ Und, on top: ein Hotel, in dem es ein gutes Wellness-Angebot – wie Sauna und Dampfbad – gibt, sowie kulinarische Genüsse. Kaum noch jemand schmiert heute in einer Frühstücks-Pension Semmeln. Heute geht man mittags auf der Hütte essen, erholt sich dort, genießt die Bergkulisse, verweilt auf Panoramaterrassen mit chilligen Sounds und Kuschel- ecken mit Lagerfeuer.

Einkehrschwung als Seelenstreichler

Einkehrschwung und Hüttengenuss gehören im Zillertal zwingend zusammen.

Wie zum Beispiel auf der Kristallhütte hoch über Kaltenbach im Zillertal. Heute will man einen Einkehrschwung machen, der nicht nur den Leib stärkt, sondern auch die Seele streichelt. Aber nicht nur das Lebensgefühl hat sich verändert: Auch der Schnee auf den Pisten – durch den Klimawandel hat sich die Fläche von Kunstschnee in den Alpen seit 2005 mehr als verdoppelt –, die Ausrüstung, die Mode, die Seilbahnen und Lifte, die Unterkünfte, die Orte, das Sicherheits- und Umweltbewusstsein, das Angebot drumherum – und natürlich auch die Preise. Doch etwas ist geblieben: Die Sehnsucht nach den Bergen!

Kleine, wenig bekannte Skiperlen

Moderne Bergbahnen und ein gute Infrastruktur ermöglichen ein unbeschwertes Skiergnügen.

Als leidenschaftliche Skifahrerin bin ich immer auf der Suche nach kleineren, weniger bekannten Orten und Skigebieten, in denen das Preis-Leistungsverhältnis noch stimmt. In diesem Jahr führt uns die Reise deshalb in den 4.100-Seelen-Ort Fügen, rauf auf 545 Meter über dem Meeresspiegel. Er liegt nahe des großartigen Skigebietes Hochfügen, das bis auf 2.500 Meter rauf führt. Mit einem Skibus, der direkt vor unserem Domizil – dem Kosis Sports Lifestyle Hotel – hält, kommen wir bequem zur neu gebauten Talstation der Zehnerer Spieljochbahn und der Finkenberger Almbahn des Skiverbunds Hochfügen-Hochzillertal. Sowohl für Ski-Neulinge als auch für Fortgeschrittene ist die Region mit insgesamt vier Skigebieten geeignet: 180 Liftanlagen und 530 Pistenkilometer locken Skifahrer und Snowboarder rauf auf den Berg. Hier gibt es leichte Carving-Abfahrten, lange sportliche Talstrecken, sieben Snowparks – und dazu zahlreiche leicht erreichbare Freeride-Routen.

Kristallhütte – Szenetreff auf dem Berg

Zum Hüttenzauber gehört die stilvolle Kulinarik am Berg.

Als sich nach gefühlten 30 Pistenkilometern, bei denen wir übrigens nie den gleichen Lift benutzen mussten, der Hunger einstellt, kehren wir in der berühmten Kristallhütte ein. Man erreicht den Szenetreff im Winter nur mit dem Skilift. Mein geliebtes Kindheits-Ritual – belegte Brötchen im Lift essen – gehört aber trotzdem der Vergangenheit an. Zumindest für heute. Von der Hütte bin ich vom Fleck weg begeistert. Hier ist es gemütlich wie in einer Wirtsstube und edel wie im Luxushotel – eine gelungene Mischung. Und wir bekommen regionale Leckerbissen serviert: als Vorspeise eine zünftige Brettljause mit Käse und Speck, zum Hauptgang Zillertaler Krapfen und zum Nachtisch den legendären Kristallhütten-Kaiserschmarrn. Ein Traum! Dabei lassen wir unseren Blick schweifen über das atemberaubende Alpen-Panorama. Stoßen an mit einem kühlen Zillertaler Bier.

Glückshormone gleich tonnenweise

Nicht nur beim Early Morning Skiing sind die Bedingungen im Zillertal perfekt.

„Man wünscht sich hier ´Prost und G’sundheit´– das ist Tiroler Tradition“, erzählt Hüttenwirt Stefan Eder. Für einen Arzt am Nebentisch ist „Gesundheit“ das Stichwort. Nach dem Zuprosten berichtet er uns von dem hohen Gesundheitswert des Skifahrens. So erzählt er etwa, dass unser Körper bei jeder Abfahrt nachweislich eine besonders hohe Dosis des Glückshormons Serotonin ausschüttet. Das glaube ich ihm sofort! Und will wissen: Wie hält uns Skifahren sonst noch fit? „Der Spiegel des Stresshormons Cortisol sinkt deutlich“, meint er. Das sorge nicht nur für einen guten Schlaf, sondern schütze auch unser Herz-Kreislauf-System. Außerdem sei die Aktivität im Hochgebirge eine Frischekur für unsere Zellen, die den Alterungsprozess bremst. Na dann – wir begeben uns voller Glückshormone und frisch gestärkt wieder auf die Talabfahrt.

Kulinarische Hochgenüsse

In der Funslope können kunstvolle Sprünge ausprobiert werden.

Abends, im Kosis, erwartet uns genau das, was Gäste von einem Skiurlaub heute erwarten: In der gemütlichen Bar knistert der offene Kamin, Dampfbad und Erlebnis-Sauna laden zur gesunden Entspannung ein und auch kulinarisch werden wir auf höchstem Niveau verwöhnt. Wir haben die Wahl zwischen der Fun Food Bar und dem à la Carte Restaurant „WINE & DINE“ sowie dem „Dinners Club & Tasting Room“ inklusive Show-Küche. Und für heute Abend hat sich im Hotel eine Live-Band angesagt. Aber erstmal wollen wir in der Sauna entspannen und uns danach ein exquisites Fünf-Gang-Menü gönnen. Nun sind wir also auch angekommen im modernen Zeitgeist des Skiurlaubs: weniger Muskelkater, mehr Entschleunigung. Weitere Informationen unter www.zillertal.atwww.fuegen.at und unter www.best-of-zillertal.at.

Wissenswertes für eine entspannte Wintersaison im Zillertal

Auch die längste Talabfahrt Österreichs findet sich im Zillertal.

Das sonnige Fügen liegt in Tirol, im vorderen Zillertal – dort, wo das Tal am breitesten ist. Innsbruck liegt rund 45 km östlich und ist in 40 Autominuten erreichbar. Zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten gehört das Barockschloss Fügen; Freizeitvergnügen bietet auch die große Erlebnistherme Zillertal. Und das Kletterzentrum Zillertal bietet Spaß für alle, die gerne Bouldern. Alle vier Skigebiete des Zillertales (Hochzillertal-Hochfügen- Spieljoch, Zillertal Arena, Mayrhofner Bergbahnen, Ski-& Gletscherwelt Zillertal 3000) kann man mit dem Zillertaler Superskipass besuchen – 530 präparierte Pistenkilometer und 180 Liftanlagen sind inklusive. Der Superskipass kann mit einer Laufzeit zwischen zwei und 21 Tagen gewählt werden – und beinhaltet auch den Ski-Bus.

Wandern mit Fackeln und Nachtrodeln

Rodelspaß im Skigebiet Hochfügen ist nicht nur tagsüber, sondern auch nach Einbruch der Dunkelheit möglich.

Abseits der Piste kann man zum Goglhof in der Panoramastraße in Fügen wandern. Am schönsten ist es bei Dunkelheit mit Fackeln. Direkt vom Goglhof aus kommt man auf einer drei Kilometer langen, beleuchteten, bestens präparierten und beschneiten Naturrodelbahn zurück ins Tal. Wer will, kann sich vom Goglhof aus mit dem Rodelexpress noch einmal weitere zwei Kilometer zum höchsten Startpunkt der Rodelbahn bringen lassen und dann die Fahrt mit Blick ins Zillertal genießen.

Für Cracks: die steilste präparierte Piste Österreichs

Eine Winterlandschaft wie gemalt. – Fotos Zillertal Tourismus

Wer das Abenteuer sucht, findet im wenige Kilometer entfernten Skigebiet Penken die Harakiri-Abfahrt -– die steilste präparierte Piste Österreichs. Sie weist ein nervenkitzeliges Gefälle von 78 Prozent auf. Die Abfahrt befindet sich in Mayrhofen im Zillertal und erfordert nicht nur eine Portion Mut von den Skifahrern, sondern auch von den Männern der Bergbahnen. Denn auf dieser Strecke muss die Pistenraupe an einem Stahlseil angebunden werden, um sie herzurichten.

Nobel übernachten und extra Ski-Services genießen

ImKosis Sports Lifestyle Hotel fühlen sich Wintersportler einfach wohl. – Foto Kosis Sports Lifestyle Hotel/www.previewphotography.at

Das neu renovierte Kosis Sports Lifestyle Hotel bietet die perfekte Mischung aus alpenländischer Tradition und Moderne: Alle Classic Zimmer wurden 2017 neu renoviert und saniert. Ein besonderes Erlebnis sind die Penthouse-Suiten mit Kamin, privater Sauna auf dem Balkon und freistehender Badewanne. Extra-Schmankerl: Das Vier-Sterne-Hotel besitzt eine eigene Skischule mit Ski-Verleih. Erwachsene und Kinder können Alpin,- Langlauf- und Snowboard-Kurse für verschiedene Level buchen. Gäste des Hotels erhalten einen Rabatt auf Leih-Ski und Kurse. Weitere Informationen unter www.hotel-kosis.at.

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