Die wohl schönsten Seiten des Weserberglands

Das Weserbergland im Kleinformat: Der Mühlenplatz in Oberweser stellt mit 60 Miniaturen die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Region vor. (Foto: djd)
Das Weserbergland im Kleinformat: Der Mühlenplatz in Oberweser stellt mit 60 Miniaturen die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Region vor. (Foto: djd)

Finanz- und Immobiliengeschäfte verhalfen Statius von Münchhausen im 16. Jahrhundert zu beträchtlichem Wohlstand – genügend Taler, um repräsentative Bauten wie Schloss Bevern zu errichten. Noch bekannter als der Bauherr wurde aber sein Urenkel, der als „Lügenbaron“ bis heute legendär ist. Über 400 Jahre Geschichte werden bei einem Besuch des prächtigen Schlosses aus der sogenannten Weserrenaissance lebendig.

Auf den Spuren des Lügenbarons: So manche Geschichte wird im Weserbergland wieder lebendig. (Foto: djd)
Auf den Spuren des Lügenbarons: So manche Geschichte wird im Weserbergland wieder lebendig. (Foto: djd)

Das Weserrenaissance Schloss Bevern gilt als eines der schönsten Bauwerke dieser Epoche. Regelmäßig gibt es Führungen und wechselnde Ausstellungen, Kulturliebhaber kommen bei Konzerten auf ihre Kosten. Zwischendurch bleibt Zeit, sich in der Schlosswirtschaft im malerischen Innenhof zu stärken.

Sehenswert ist auch das Herrschaftshaus Burg Polle. Die Grafen von Everstein beherrschten über viele Jahrhunderte das Gebiet der Oberweser zwischen Hameln und Holzminden, Ende des 13. Jahrhunderts wurde die Burg erstmals urkundlich erwähnt. Heute noch führt Graf Otto von Everstein in Begleitung durch die mittelalterlichen Gemäuer.

Gleich 60 der wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Weserberglandes lassen sich im Miniaturformat zudem auf dem Mühlenplatz in Oberweser bestaunen.

Wer einfach nur Ruhe und Entspannung genießen möchte, schätzt den Naturpark Solling-Vogler ebenso wie aktive Wanderer oder Mountainbiker, die sich auf rund 760 Streckenkilometern austoben können. Ausgedehnte Wälder und Moore kennzeichnen das 550 Quadratkilometer große Areal ebenso wie Bergrücken, steile Hänge und tief eingeschnittene Täler. In den gemütlichen Zentren der Städte des Weserberglandes findet man reizvolle Einkehrmöglichkeiten.

Schloss Bevern ist das Stammhaus der Münchhausens - und gilt als eines der prächtigsten Bauten der sogenannten Weserrenaissance. (Foto: djd)
Schloss Bevern ist das Stammhaus der Münchhausens – und gilt als eines der prächtigsten Bauten der sogenannten Weserrenaissance. (Foto: djd)

Der „TreeRock“-Abenteuerpark im Hochsolling ist mit neun Schwierigkeitsstufen für Neulinge ebenso wie für Kletter-Profis eine Herausforderung. Von Anfang April bis Ende Oktober ist der Park an allen Wochenenden und Feiertagen sowie während der Ferien geöffnet. Direkt vis-à-vis finden junge Kletterer ihr Revier. Im Kinderkletterpark „MiniRock“ können Drei- bis Zehnjährige ihre Geschicklichkeit beweisen. Der faszinierende Ausblick auf die Weser-Region und seine weiten Wälder ist dabei stets inklusive.

Zu Fuß die Natur entdecken: Das Weserbergland bietet dafür zahlreiche Möglichkeiten, etwa im Hochmoor Mecklenbruch. (Foto: djd)
Zu Fuß die Natur entdecken: Das Weserbergland bietet dafür zahlreiche Möglichkeiten, etwa im Hochmoor Mecklenbruch. (Foto: djd)

Derweil steht das Hochmoor Mecklenbruch in der Solling-Vogler-Region seit über 75 Jahren unter Naturschutz und ist heute ein Rückzugsort für selten gewordene Tier- und Pflanzenarten. Torfmoose sind in dem 63 Hektar großen  ebenso anzutreffen wie der fleischfressende Sonnentau, die Moosbeere und der Moorfrosch mit seinem markanten Blauton.

In der Solling-Vogler-Region lockt der Naturpark zu entspannten oder sportlich aktiven Entdeckungstouren. (Foto: djd)
In der Solling-Vogler-Region lockt der Naturpark zu entspannten oder sportlich aktiven Entdeckungstouren. (Foto: djd)

Wer diese Vielfalt selbst erleben möchte, kann heute auf festen Holzstegen das Hochmoor sicheren und trockenen Fußes durchqueren. Der Rundweg von rund vier Kilometern Länge ist für Jung und Alt ein Erlebnis. Von April bis Oktober gibt es regelmäßig geführte Touren, mehr Informationen dazu bietet die Seite www.solling-vogler-region.de. (djd).