Von 31. August 2014 Mehr →

Auch das ist Südafrika: Die „Big Five“ der Meere

Wale gehören zu den Big Five des Meeres die sich vor der Küste Südafrikas von Juni bis Dezember beobachten lassen.

Wale gehören zu den „Big Five“ des Meeres die sich vor der Küste Südafrikas von Juni bis Dezember beobachten lassen.

Die berühmten „Big Five“ Löwe, Leopard, Nashorn, Elefant und Büffel haben viele Südafrika-Urlauber auf abenteuerlichen Game Drives bereits gesehen. Weniger bekannt sind allerdings die „Big Five“ des Meeres, fünf der eindrucksvollsten Lebewesen des Ozeans. Auf einer Safari der etwas anderen Art, lassen sich die imposanten Meeresbewohner an der Gansbaai im Western Cape entdecken.

Auf Dyer Island tummeln sich gerne putzige Pinguine.

Auf Dyer Island tummeln sich gerne putzige Pinguine.

Südlicher Glattwal, Weißer Hai, Delfin, Afrikanischer Pinguin,  und Seebär – das sind die „Big Five“ der Meere. Wer alle fünf gleich auf einmal erleben möchte, der begibt sich zwischen Juni und Dezember an die Küste vor Gansbaai. Der kleine Ort liegt circa 160 Kilometer südöstlich von Kapstadt entfernt, direkt an der Walker Bay, und wird von den Südafrikanern auch liebevoll die „Serengeti des Meeres“ genannt, denn nur hier gibt es solch eine ausschweifende Vielfalt an Meereslebewesen.

Erste Anlaufstelle für das Abenteuer „Big Five“ der Meere ist ein Bootsausflug nach Dyer Island. Die Insel liegt acht Kilometer vor der Küste von Gansbaai und war ursprünglich bekannt unter dem Namen Ilha de Fera, was so viel wie „Insel der Wilden Kreaturen“ bedeutet. Die Gegend selbst ist unter Vogelbeobachtern beliebt und ein wichtiger Standort für den Erhalt des Afrikanischen- oder Brillenpinguins sowie anderer seltener Seevögel. Der Afrikanische Pinguin wird auch als Eselspinguin bezeichnet, da seine Laute denen eines Esels ähneln. Sein etwas unbeholfenes Auftreten an Land macht er mit agilen Kunststücken im Wasser wieder wett.

Zurück auf dem Festland, können die putzigen Gesellen auch am Boulder‘s Beach südlich von Simon’s Town angetroffen werden. Seit 1985 leben hier über 3.000 Brillenpinguine in einer von insgesamt drei Festland-Pinguinkolonien in Südafrika.

Ganz Wagemutige können in einem Käfig Haie in der Shark Alley aus nächster Nähe in Augenschein nehmen.

Ganz Wagemutige können in einem Käfig Haie, als die gefährlichsten der „Big Five“ , in der „Shark Alley“ aus nächster Nähe in Augenschein nehmen.

Auf Geyser Rock, einer Nachbarinsel von Dyer Island, leben aktuell über 60.000 Seebären – ebenfalls Teil der „Big Five“ der Meere. Die Kolonie ist eine der größten im Western Cape. Im November finden sich die erwachsenen Bullen in der Kolonie ein und bilden mit den weiblichen Tieren Fortpflanzungsterritorien, die auch als Harem bezeichnet werden. Pro Jahr werden an die 12.000 Junge geboren.

Wo Robben sind, ist der Weiße Hai nicht weit, denn sie sind seine Hauptnahrungsquelle. Nicht von ungefähr wird der Kanal zwischen Dyer Island und Geyser Rock auch „Shark Alley“ genannt. Weltweit ist die Gegend bekannt als eine der besten für die Hai­beo­bachtung. Wer abenteuerlustig ist, geht mit den Haien tauchen. Die Boote im Hafen von Kleinbaai bieten tägliche Touren an, um die gefährlichen Jäger vom Deck aus zu beo­bachten oder sich mit ihnen unter Wasser im Käfig direkt auf Augenhöhe zu begeben.

Bei Tauchgängen sind immer wieder auch riesige Meeresschildkröten zu entdecken. (Fotos South Africa Tourism)

Bei Tauchgängen sind immer wieder auch riesige Meeresschildkröten zu entdecken. (Fotos South Africa Tourism)

Im Zeitraum Juni bis Dezember finden sich an der Küste die majestätischen, südlichen Glattwale ein. Hier in den wärmeren Gewässern paaren sie sich und ziehen ihre Kälber auf, die nach der Geburt circa drei Zentimeter pro Tag wachsen. Besucher dürfen sich an einem unerlässlichen Schauspiel aus sprühenden Wasserfontänen und peitschenden Schwanzschlägen erfreuen. Besonders gut aus nächster Nähe lassen sich die Wale vom De Kelders Felsen aus beobachten. In Hermanus sorgt ein spezieller „Whale Crier“ mit seiner Trompete für Aufmerksamkeit: Sind Wale in Sicht, bläst er in sein Horn.

Zur gleichen Zeit können große Ansammlungen an Delfinen beim Spiel in den Wellen gesichtet werden. Zwei Arten sind hier besonders oft anzutreffen: der Kamerun-Flussdelfin und der große Tümmler. Delfine halten sich vorwiegend in flachen Gewässern auf, was es umso leichter macht, sie vom Land aus zu beobachten. Die kilometerlangen Strände des Walker Bay Naturreservats laden zudem zum Wandern und Entspannen ein. Weitere Informationen unter www.dein-suedafrika.de.


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