Von 1. Oktober 2018 Mehr →

Alpakas – ein vierbeiniges Stück Peru zum Kuscheln

Alpakas und ihre Verwandten erfreuen sich in Peru großer Beliebtheit.

In den letzten Jahren folgt ein Trendtier auf das nächste. Nach Füchsen, Einhörnern, Flamingos und Eulen grinst uns nun das Alpaka von allen Social-Media-Kanälen entgegen. Die süßen, flauschigen, sozialen und entspannten Tiere, die sich in Peru großer Beliebtheit erfreuen, erobern alle Herzen wie im Flug und sind dabei noch überaus nützlich und das Selfie mit einem Alpaka ist inzwischen obligatorisch bei jedem Besuch in Machu Picchu. Ebenso wie Lamas, Vicuñas und Guanacos gehören sie zur Familie der südamerikanischen Kamele. Vorrangig leben Alpakas in den Hochebenen der Anden, da sie hervorragend an das Klima in den kalten Höhenlagen angepasst sind. In Peru werden sie aber auch auf Grasweiden und Steppen gezüchtet.

Die Alpakas besitzen trotz aller Scheu eine gewisse Neugier.

Ein bereits ausgewachsenes Alpaka wird nur zwischen 80 und 100 Zentimeter groß und ist damit um einiges kleiner als das Lama, mit dem es oft verwechselt wird. Doch genau auf Grund seiner Größe ist das Alpaka so beliebt für Fotos und als Dekorationsaufdruck, dem nur noch das eigene Emoji fehlt. Anders als Lamas werden Alpakas außerdem nicht als Lasttiere verwendet, sondern hauptsächlich zur Wollgewinnung.

Besonders geschmeidige Wolle

Aus der Wolle der Alpakas lässt sich wärmende Kleidung herstellen.

Die Wolle der Alpakas ist besonders geschmeidig und wärmehaltend und dadurch perfekt geeignet für die Herstellung von Pullovern und Ponchos – Begleiter, die auf einer Reise durch die peruanischen Anden nicht fehlen dürfen. Während einer Reise kann man zahlreiche Alpakazüchter und Initiativen, wo die Wolle verarbeitet wird, besuchen. Dadurch gewinnt der Reisende nicht nur einen hautnahen Einblick in die Kultur der Anden, sondern kann auch einen Beitrag für ein besseres Leben für die Alpaceros leisten.

Die Alpakas sind einfach knuddelig süß.

Eine Initiative befindet sich beispielsweise in Chinchero, einer kleinen Stadt circa 30 Kilometer von Cusco entfernt, im malerischen Urubamba-Tal. Hier arbeiten um die 50 Frauen jedes Alters und verarbeiten auf traditionelle Weise die Wolle von Schafen und Alpakas und geben so ihre Handwerkskunst weiter. Hergestellt werden hier unter anderem Kleidungsstücke aber auch farbenfrohe Tischläufer oder Rucksäcke. Die fair gehandelte Ware wird nicht nur auf dem wöchentlichen Indiomarkt in Chinchero sondern weltweit verkauft. Die Wolle stammt aus biologischer Tierhaltung von Alpakazüchtern unweit Cuscos und wird weder chemisch bearbeitet noch gefärbt, denn Alpakawolle gibt es in über 20 natürlichen Farbtönen.

Alpakas zu Therapiezwecken eingesetzt

Noch immer wird in teilen von Peru die Wolle traditionell verarbeitet.

Ein Bezugsort für die verarbeitete Wolle und außerdem ein weiteres beliebtes Reiseziel sind die kleinen Dorfgemeinschaften der Gemeinde Tinki, die auf über 4000 Metern in den peruanischen Anden liegen. Neben dem Ausangate, dem berühmten Rainbow Mountain, warten hier auch zahlreiche Alpakas auf Instagramer aus aller Welt. Die Alpakazucht bietet zudem spannende Vorträge und Spaziergänge mit den Alpakas, bei denen sicherlich die ein oder andere Streicheleinheit abfällt.

Peru

Die Wollverarbeitung ist für viele Peruaner eine wichtige Existenzgrundlage. (Fotos PromPeru)

Durch ihre ruhige und entspannte Art werden Alpakas weltweit auch vermehrt für Therapiezwecke genutzt. Auch in Deutschland und der Schweiz öffnen mehr und mehr Alpaka-Farmen ihre Türen, aber am Besten lässt sich die Alpaka-Erfahrung in Peru genießen. Weitere Informationen unter www.peru.travel/de.

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